Die Berufsfeuerwehr Gießen und die Freiwilligen Feuerwehrkräfte aus Allendorf erhalten verbesserte Einsatzfahrzeuge, die auch zur Bekämpfung von Waldbränden geeignet sind.

Brandschutzdezernent Peter Neidel (r.) überreicht symbolisch einen Schlüssel. Foto: Jung
GIESSEN - Geschenke zum "Tag der Feuerwehrleute" gab es für die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Gießen-Allendorf. Allerdings nicht verpackt und zudem groß und schwer. Auf dem Platz vor dem Rathaus waren zwei rot-gelbe Löschfahrzeuge aufgefahren, die Brandschutzdezernent und Bürgermeister Peter Neidel an Vertreter beider Einheiten übergab. Ein Tanklöschfahrzeug des Typs TLF 5000 erhielt zum einen die Berufsfeuerwehr. Es wurde als Vorführfahrzeug gekauft und ist geeignet für die Brandbekämpfung im größeren Umfang, den Wassertransport und für kleinere Hilfeleistungen. Der MAN TGM 18.320, der von 320 Pferdestärken angetrieben wird und dessen Motor den Vorgaben von Euro 6 entspricht, hat eine erweiterte Ausstattung zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. 5000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel führt das TLF 5000 mit. Eine Hochdruckfeuerlöschpumpe ist im Heck installiert, die Schnellangriffseinrichtung befindet sich dort und im seitlichen Geräteraum. Fahrzeug und Beladung kosteten 367 000 Euro. Das Vorgängerfahrzeug aus dem Jahr 1995 wird wegen einiger Mängel außer Dienst gestellt und verkauft.
Die Allendorfer Blauröcke hingegen haben als Neuanschaffung jetzt ein Staffelfahrzeug des Typs StLF 20/25 in ihrem Fahrzeugbestand. Es hat eine Motorleistung von 290 PS und entspricht ebenfalls der Euro-6-Norm. 349 000 Euro kostete der Koloss, den das Land Hessen mit 89 600 Euro förderte. Vorgesehen ist er für die Einsatzbezirke Allendorf und Lützellinden. Das Fahrzeug soll bei Brandbekämpfung, Wassertransport und bei kleineren technischen Hilfeleistungen eingesetzt werden. An Bord ist eine erweiterte Ausstattung zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Der Tank fasst 3000 Liter Wasser, zudem sind 120 Liter Schaum an Bord. Im Heck ist eine Löschwasserpumpe mit einer seitlichen Schnellangriffseinrichtung untergebracht. Das Staffellöschfahrzeug wurde nach den neuesten technischen Richtlinien in gemeinsamer Planung mit der Freiwilligen Feuerwehr Gießen-Allendorf und dem Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz beschafft.
Beide Fahrzeuge bieten jeweils sechs Einsatzkräften Platz. Das alte Löschfahrzeug der Allendorfer Freiwilligen steht jetzt im Gerätehaus Lützellinden. Bei der symbolischen Übergabe eines übergroßen Schlüssels machte Peter Neidel deutlich, dass mit diesen Fahrzeugen eine Verbesserung der technischen Ausrüstung nach dem aktuellen Stand der Technik bei den Feuerwehren erreicht werde.
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